Tipps und Interessantes zum Heizöl

Heizöl EL ist ein Naturprodukt und unterliegt wie jedes andere Naturprodukt einer natürlichen Alterung, in deren Folge das Heizöl eine dunklere Farbe annimmt. Ferner bilden sich geringe Mengen ölunlöslicher Anteile, die sich in aller Regel zusammen mit Sedimenten (ölfremde Feststoffe, wie z.B. Rost, Sand oder Staub) und Kondenswasser am Tankboden absetzen.

Wenngleich die grundsätzliche Gebrauchsfähigkeit des Produktes auch durch mehrjährige Lagerung nicht leidet, sind wegen der möglichen Ablagerungen am Tankboden Vorkehrungen zu treffen, die diesem Umstand Rechnung tragen. Dazu ist in der DIN 4755 Teil 2 festgelegt, dass transparente Kunststoffbehälter lichtgeschützt aufgestellt und die Saugleitungen einen ausreichenden Abstand vom Tankboden (ca. 10-15 cm) aufweisen sollten. Noch effektiver ist eine schwimmende Ansaugung.

Da der spezifische Jahresverbrauch an Heizöl EL durch effizientere Brenner- und Kesseltechnologien, sowie Maßnahmen zur besseren Wärmeisolierung der Gebäude gesunken ist, reichen heute die Vorräte in der Regel deutlich länger als in der Vergangenheit. Damit wird die Bildung von Alterungsprodukten gefördert.

Das Entstehen von Alterungsprodukten wird durch verschiedene und häufig nicht zu umgehende Umstände begünstigt.

Diese sind vor allem:

  • Rost im Stahltank
  • Wärme (z.B. bei Aufstellung des Tanks im Heizraum)
  • Lichteinfall (bei Plastiktanks)
  • Sauerstoffzutritt (über Entlüftungsleitungen und freier Fall des Öls aus dem Rücklauf in den Tank)
  • Kondensation von Schwitzwasser
  • katalytische Wirkung von Buntmetallen (z.B. Kupfer als Rohrleitungsmaterial, sowie Werkstoffe im Vorwärmer)

Weiterhin haben sich aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung Elektrolyt-Lösungen als Bestandteil von Anodenschutzsystemen, sowie wässrige Korrosionsschutzmittel als alterungsfördernd erwiesen.

Um einen störungsfreien Betrieb der Ölheizung sicherzustellen, ist es unerläßlich, anerkannte technische Regeln zu befolgen:

Bei extrem langen Leitungswegen zwischen Tank und Brenner von Kupfer auf bauartzugelassene Stahl- oder Aluminiumrohre ausweichen.

Transparente Plastiktanks lichtgeschützt aufstellen (wie in DIN 4755 empfohlen)
Lichteinfall durch Kellerfenster unterbinden.

Zur Vermeidung der Rostbildung bei Stahltanks ggf. eine Innenhülle einbauen oder den Tank beschichten lassen.

Nach der Innenbeschichtung von Tanks die vom Hersteller vorgegebene Wartezeit einhalten. Die dabei mögliche Bildung von Schwitzwasser im Tank kann die Aushärtung verzögern; ggf. ein Warmluftgebläse einsetzen !
Vollbeschichtungen sind Teilbeschichtungen vorzuziehen.

Keine wässrigen Korrosionsschutzmittel in den Tank füllen bzw. Opferanoden installieren. Grundsätzlich gilt: Heizöl ist nicht korrosiv !

Nur wenn nötig, den Tank reinigen lassen.
Bei Tankreinigungen kein Öl abpumpen, zwischenlagern und nach der Reinigung in den Behälter zurückgeben, da die im Öl enthaltenen Feststoffe so fein beschaffen sind, dass sie durch die Üblichen, von den Tankreinigungs-Unternehmen verwendeten Filter hindurchrutschen. Besser: Den Tank reinigen, wenn er nur noch einen geringen Restbestand enthält. Den Restbestand entsorgen !

Bei der Reinigung der Tanks auch die Leitungen zum Brenner spülen lassen.

Bei der Tankbefüllung Brenner außer Betrieb nehmen und für mindestens zwei Stunden ausgeschaltet lassen.

Kleine Mengen Heizöl, die neben den Tank gelaufen sind, können mit handelsüblichen Aufsaugmitteln abgestreut und restlos aufgesogen werden.

Beachtung der vorgeschriebenen frostgeschützten Lagerung von Heizöl. Bei Erdtanks ist der kritische Punkt häufig der Bereich im Domschacht. Sowohl Vor- als auch Rücklaufleitung müssen gut gegen Kälte isoliert sein. Absperrventile, die aus der Isolierung herausragen, stellen eine Kältebrücke dar.

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